Südostschweiz - Erlebnis Glarus-Klöntal Tour

Emilie Unterholzner – Anschliessend ging die Fahrt in die Ygruben zur Geska. Der Speaker weiss viel Wissenswertes zu erzählen. Woher der Name Ygruben stammt, und dass dort Anna Göldi als verurteilte Vergifterin enthauptet wurde. Während der Fahrt durch die Stadt, diese lädt auch zum Shoppen ein, erfahren wir u.a. vom Brand von Glarus anno 1861.

Vorbei geht's an der Stadtkirche, nach deren Geläut der Landsgemeindemarsch jeweils gespielt wird und an der schön gestalteten Flaniermeile sowie am Landsgemeindeplatz, auf welchem 1971 über das Frauenstimmrecht abgestimmt wurde. Nächster Halt war bei der Milchzentrale Gössi Glarus. Da erfahren wir u.a. vom Zigerklee, dieses spezielle Kraut wird von Lachen angeliefert, es gedeiht nur an ganz bestimmten Orten. Die Geska liefert das Produkt und Gössi verarbeitet dieses zu diversen Köstlichkeiten. Das Probiererli war fein!

Weiter gehts hoch die Bleichestrasse mit Hinweis des Speakers auf die Blütenjahre der Textilindustrie, auf Rösli Streiff und den Hänggiturm. Wir erfahren auch, dass auf dem Bergsturzgebiet Sackberg 1902 das erste Skirennen in der Schweiz, also auf Untersack ausgetragen wurde.

Wunderbar die Fahrt durch schönsten Misch- Wald, der bekanntlich den besten Klimaausgleich schafft. Auf dem Weg zur Schwammhöhe liegt ein wunderbarer Austernstein zum Berühren, mitten in der Bergwiese. Auch mit Kühen, die uns den Weg versperrten, konnten wir uns befassen. Der Speaker meinte, diese Tiere wurden extra vom Zürcher Zoo zum Bestaunen hergeholt! Den Kaffeehalt auf der Schwammhöhe mit toller Aussicht und weitren spannenden und lustigen Erzählungen genossen wir voll und ganz.

Bei der Talfahrt mit Kurve, genannt den «Näggelerrangg», erlebten wir, wie alte «Bsetzisteine» im Auto spürbar sind. Nach kleinem Hinweis vom Redner auf die «Gsüchtihoschet» gelangten wir zum «Rhodannenberg».Viel Interessantes über Eisenerzabbau im Tiefenwinkel und über das Gletschern im Klöntalersee konnten wir erfahren.

Zum Mittagessen genossen wir auf der schönen Terrasse vom «Rodi» das bekannte Landsgemeinde-Menü. Nach der anschliessenden Präsentation über kulinarische Verführungen ging die Fahrt, mit weiteren Erläuterungen und Erzählungen, zum Ab- schluss noch zum Brotmacher Villiger nach Netstal.

So ein Tag...!

Es bleibt der grosse Dank dem versierten Chauffeur Leo und dem kundigen Erzähler Förster Schaag, die keine Mühe scheuten, den Tag für uns zu einem wunderschönen Erlebnis werden zu lassen. 

Quelle: DIE SÜDOSTSCHWEIZ, Ausgabe: 9. Juli 2013